Charley-Brown

Holsteiner * 20.04.1992

Charley-Brown gehört seit 1999 zu mir. Er kam dazu, als Butterfly noch da war, und die beiden haben noch einen Sommer zusammen auf der Weide verbracht.


Ich habe, weil ich einfach wußte, ganz ohne Pferd geht es dann auch nicht, eben Pferdeanzeigen durchforstet, und auch irgendwo eine Anzeige aufgegeben. Ich weiß heut gar nicht mehr, wo das war, aber jedenfalls bekam ich auch darauf einige Antworten. Eine davon führte mich zu meinem Großen, zum ersten Probereiten.

Mein erster Gedanke, als ich Charles sah, war auch erst mal, das ich eigentlich doch nicht so einen Reitelefanten möchte *g* So riesig, so kräftig... Die Besitzerin bandagierte und sattelte den Großen, und ritt ihn uns vor. Ich war mit zwei Freundinnen dort hingefahren, in einen Stall so eine halbe Stunde von unserem entfernt.

Ich fand den Großen schick, er gefiel mir tatsächlich beim Vorreiten immer besser - auch wenn ich ehrlicherweise von seinem Schwung echt überfordert war. War auch noch lange so, das ich damit zu kämpfen hatte... beim ersten Trab haute es mich fast aus dem Sattel - aber ich habe ja noch eine kleine Videosequenz von damals:

Nach dem Probereiten nahm meine Freundin mich zur Seite und brachte den Spruch, den ich auch heute noch gerne zitiere, sie meinte nämlich zu mir, jetzt wäre nicht mehr die Frage, ob dieses Pferd oder ein anderes. Denn, wenn ich ein Pferd haben wollte, dann wäre es genau dieses. *g*

Tja - so zog mein Großer also im Sommer 1999 bei uns ein, seine Vorbesitzerin Martina brachte ihn zu mir in den Stall. Abends hatte sie dann noch mal eine Mail geschrieben, die ich nie vergessen habe, in der dann stand, das sie hofft, das ich mit dem Großen so glücklich werden würde, wie sie es war...

Am ersten Tag hat Butterfly meinen Großen noch gehasst - einen Tag später waren sie dann nahezu unzertrennlich, solange Butterfly noch da war...

Butterfly und Charles im Sommer 1999

Damit begann unsere gemeinsame Zeit... der erste Reitunterricht... die ersten, wenig erfolgreichen Turniere... und immer wieder schöne Erlebnisse mit ihm.

Nach einigen Jahren war Carl dann im Beritt, und sollte seine erste M Dressur laufen. Aus gesundheitlichen Gründen klappte das dann am Ende leider nicht mehr, aber dennoch war auch das eine wertvolle Erfahrung in unserem gemeinsamen Leben.

Charles auf Kandare mit meiner damaligen Reitlehrerin - ich war sooo stolz... leider wurde er dann lahm, und diese Lahmheit hat uns ebenfalls recht lange begleitet. Er hatte einen Fesselträgerschaden, Probleme mit dem Hufrollenkomplex und den Gleichbeinen. Alles in allem dann doch etwas, was uns von einer Karriere im großen Sport abhielt (neben meinen eigenen Reitkünsten *gg*)

Seit 2009 arbeiten mein Pferd und ich vermehrt am Langzügel. Nach anfänglichem "selber zurechtfummeln" sind wir nun mittlerweile zweimal im Jahr auf einem Kurs, um unsere Arbeit weiter zu verfeinern, und so mein Pferd hoffentlich noch lange gesund zu erhalten.

 

Das uns diese Form der Arbeit auch unglaublich Spaß macht, und das beiden, ist quasi der positive Nebeneffekt, den ich durchaus sehr schätze.

 

Unser tägliches Training schreibe ich in meinem extrenen Blog auf, hier im Blog der HP dokumentiere ich dann die Kurse und ähnliches noch mehr erwähnenswertes:

 

gillianco.blogspot.com